Nach Klimakleber-Blockade: Flughafen Düsseldorf will Schadensersatz

Nachdem Klimaaktivisten den Flughafen Düsseldorf blockiert haben, fordert der Betreiber nun Schadensersatz. Außerdem wurde Strafanzeige gestellt.

Düsseldorf – Etwas mehr als zwei Wochen ist es her, dass Klimaaktivisten der sogenannten „Letzten Generation“ das Rollfeld am Flughafen Düsseldorf blockiert haben. Nun will der Düsseldorfer Flughafen von den Aktivisten Schadensersatz fordern. Während der Protestaktion war es zu zahlreichen Flugausfällen und Verspätungen an NRWs größtem Flughafen gekommen.

Klimakleber blockierten Rollfeld am Flughafen Düsseldorf: Nun sollen sie dafür zahlen

Mitglieder der Letzte Generation am Flughafen Düsseldorf.Am 13. Juli hatten gleich mehrere Aktivisten der „letzten Generation“ das Rollfeld am Flughafen Düsseldorf blockiert (Archivfoto). © David Young/dpa

Wie ein Sprecher des Flughafens Düsseldorf mitteilte, werde der Flughafen aufgrund der Blockade des Rollfelds am Donnerstag (13. Juli) entsprechende Ansprüche auf Schadensersatz geltend machen. Damals hatten mehrere Aktivisten der „Letzen Generation“ zunächst einen Zaun am Flughafengelände durchtrennt und im Anschluss das Rollfeld des Flughafens Düsseldorf blockiert. Die Folge: 48 Flugausfälle, 480 verspätete Flüge und zwei Umleitungen. Einzelne Flüge waren bis zu 90 Minuten verspätet.

Bereits nach dem Vorfall hatte der Flughafen angekündigt, rechtliche Schritte gegen die Aktivisten zu prüfen. Diese sollen neben der Forderung nach Schadensersatz noch umfassender ausfallen. „Neben der Verfolgung zivilrechtlicher Schadensersatzansprüche hat der Flughafen Düsseldorf vorsorglich eine Strafanzeige sowie Strafanträge bei der zuständigen Polizei gestellt“, teilte ein Sprecher des Flughafens mit.

Klimakleber am Flughafen Düsseldorf: Höhe des Schadens noch unklar – Staatsanwaltschaft ermittelt

Wie teuer den Flughafen Düsseldorf die Aktion der Klimakleber zu stehen gekommen ist, ist derzeit noch nicht bekannt. Die Höhe der Schäden am Flughafenzaun „und entgangene Erlöse durch die Unterbrechung des Flugbetriebs“ ließen sich „noch nicht abschließend beziffern“, so ein Sprecher des Flughafens weiter. Die Aktivisten müssen derweil noch mit weiterem Ärger rechnen. Denn laut Staatsanwaltschaft wird gegen neun Beschuldigte wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs ermittelt. Parallel zu der Blockade am Flughafen Düsseldorf hatte es auch am Flughafen Hamburg eine ähnliche Protestaktion gegeben. (jr mit dpa) Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Düsseldorf und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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